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Für Legal Walls in Stade!

Wednesday, 11.January 2012 von

News

Graffiti ist eine Kunstform, die augenscheinlich auch von zahlreichen Jugendlichen im Raum Stade betrieben wird. Dabei werden allzu oft private Oberflächen besprüht, weshalb Graffiti oft als kostspieliger Vandalismus abgestempelt wird. Sprayer, die erwischt werden, müssen mit drakonischen Strafen rechnen. Doch Repressionen und Verbote allein lösen das Problem nicht.

Graffiti ist längst eine angesehene Kunstform und bei Weitem mehr als Schmiererei und Vandalismus. Zahlreiche Graffiti- und Street-Artists sind mittlerweile angesehene Künstler, der Graffiti-Stil findet Eingang in ganz alltägliche Werbedesigns und die Stadt wird durch die oftmals sehr gelungenen Bilder und Buchstaben ein ganzes Stück bunter. Graffiti ist also längst Teil des alltäglichen Lebens.

Eine rein juristische bzw. polizeiliche Sicht auf die Dinge ist keinesfalls zielführend. Stattdessen sollten den Sprühern legale Alternativen geboten werden, an denen sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen könnten und keine Angst vor polizeilicher Verfolgung haben müssten. Diese legalen Wände wären Anlaufpunkte für alle graffiti-begeisterten jungen Menschen und würden die Zahl „wilder“ Graffitis deutlich verringern, wie Beispiele in anderen Städten bereits deutlich zeigen. Als bestes Beispiel kann hier das Stromhäuschen in Neukloster angesehen werden, welches direkt an der Bahnstrecke liegt.

Als mögliche Standorte in Stade eigneten sich z.B. die Wände im Bereich des Bahnhofs (Nähe Skaterplatz; Fahrradständer), die Unterführung an der Wallstraße oder die Unterseite der Autobahnbrücke an der Harburger Straße. All diese Wände sind bereits besprüht und wurden noch nie gesäubert, sie werden also bereits jetzt häufig von Sprayern frequentiert und müssten nur für legal erklärt werden.

Stade braucht legale Wände zum Sprühen, denn wir wollen in der Stadt nicht immer nur graue Wände oder langweilige Werbeplakate sehen, sondern auch Kunst von jungen Menschen für junge Menschen. Wir wollen Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich auf legalem Wege kreativ zu entfalten. Darum führen wir bereits Gespräche mit der SPD-Fraktion, zudem wollen wir sowohl Sprayer als auch Behörden mit einbeziehen.

Für eine bunte Stadt!

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