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Homophobie ist besorgniserregend

Friday, 30.January 2015 von

Feminismus & Queer

Am vergangenen Samstag, dem 24.01.15, rief das Bündnis „Besorgter Eltern“ in Hamburg zu einer Demonstration gegen Aufklärung von Kindern an Schulen und über Homosexualität auf. An der daraufhin organisierten Gegenkundgebung nahmen auch die Jusos im Kreis Stade teil.

Auf dem Hansaplatz kamen circa 1000 Demonstranten für Toleranz zusammen, von denen ein Großteil wenig später zum Hauptbahnhof zog, um der Kundgebung der „Besorgten Eltern“ einen Besuch abzustatten. Diese konnten, in Folge der Vielzahl an Gegendemonstranten, ihre geplante Demonstration nicht starten, sodass es anfangs bei einer unverständlichen stationären Kundgebung am Hamburger Hauptbahnhof blieb. Umgeben von bunten Transparenten, Plakaten und Fahnen regnete es immer wieder Konfetti auf die „Besorgten“, die von lauten Gesängen dermaßen übertönt wurden, dass kein Wort nach außen drang. Einzig die – von Rechtschreibfehlern gespickten – Plakate der „besorgten Eltern“ gaben Einblick in ihre Argumentation. Die Forderungen wie „Kindergarten ist kein Swingerclub“ oder „Kinder brauchen Liebe – keinen Sex“ stellen dabei jedoch den Bildungsstand der teilnehmenden „Eltern“ in Frage.

Akzeptanz und Respekt müssen schon früh vermittelt werden. Darum sind die rot-grünen Pläne, Homo- und Transsexualität in allen Klassenstufen zu thematisieren, sehr begrüßenswert und verdienen unsere Unterstützung. Ressentiments können so erst gar nicht entstehen und homo-, bi- oder transsexuelle SchülerInnen werden in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

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