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Rückblick Wahlkampf 2011: Mehr als nur ein paar Kugelschreiber

Wednesday, 14.September 2011 von

News

Die vergangenen Wochen und Monate waren eine Erfahrung für sich. Es war anstrengend, nervenaufreibend, spannend und sehr lustig. Als wir vor ca. 3 Monaten mit der Wahlkampfplanung begannen, da war für uns völlig klar: Nur ein paar Plakate aufstellen und Kugelschreiber verteilen, das kann nicht unser Anspruch sein, 2011 muss doch mehr gehen!

Also setzten wir uns zusammen und arbeiteten verschiedene Aktionsideen aus, texteten Flyer und bestellten reichlich frische Materialien. In diesem Wahlkampf wollten wir vermehrt eigene Akzente setzen, schließlich galt es viele junge Juso-KandidatenInnen überall im Landkreis zu unterstützen. Dabei zählten Kreativität und Spontaneität genauso zu unseren Stärken wie Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft. Durch eigene Aktionen und Infostände in Stade, Buxtehude und Harsefeld konnten wir viele Jugendliche ansprechen und führten einige sehr spannende Gespräche und Diskussionen. Zudem gab es noch in zahlreichen Orten überall im Landkreis Jung- und Erstwählerbriefe, die jeweils unsere lokalen Juso-KandidatenInnen gestaltet hatten und mit denen wir tausende Haushalte erreichten. Auf diese Briefe erhielten wir viel positives Feedback zurück, es wirkt eben einfach authentischer, wenn junge Politiker auch junge Menschen ansprechen. Außerdem konnten wir besonders durch die kreativen Aktionen die Aufmerksamkeit der Passanten auf uns ziehen, die Planungen, das frühe Aufstehen und die Verkleidungen haben sich also gelohnt.

Ein Schwerpunkt war für uns auch der Protest gegen den Wahlkampf von extrem rechten Parteien. In einer Zeit, in der viele Menschen an rechte Vorurteile und Propaganda glauben, war es uns eine Herzensangelegenheit, friedlich und entschlossen gegen die braunen Gestalten vorzugehen. Tatsächlich zeigte der Protest deutliche Wirkung, nur wenige Leute blieben an deren Infostand stehen, stattdessen gab es viele Sympathiebekundungen für uns und wir konnten noch zahlreiche Flyer und Sticker unter die interessierten Leute bringen. Sicherlich gibt es deutlich schönere Dinge, als sich auf einem Samstagmittag mit Nazis zu befassen. Aber das war es wert.

Auffällig war, dass wir bei unseren Aktionen immer bestes Wetter hatten. Sonnentage waren in diesem Sommer ja eher spärlich gesät, eigentlich beschwerten sich ja die ganze Zeit alle über das schlechte Wetter. Doch wenn wir auf der Straße unterwegs waren schien die Sonne und es war richtig schön warm. Petrus muss ein junger Sozi sein…

Nicht nur auf der Straße machten wir Wahlkampf, wir gingen auch neue Wege. So hatten wir am Mittwoch vor der Wahl einen Jungwähler-Chat mit der Stader Bürgermeisterkandidatin Silvia Nieber. Die Jugendlichen im Chat waren interessiert und brachten uns die ein oder andere nette Anregung, die wir weiter verfolgen werden.

Natürlich klappten einige Sachen nicht so wie gedacht und die ein oder andere Panne unterlief auch uns. Aber so ist das eben, beim nächsten Mal wissen wir es besser und schließlich steht ja der Spaß im Vordergrund.

Sehr erfreulich ist für uns, dass wir noch nie so viele aktive Mitglieder hatten. Es ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele zum Teil noch wirklich junge Menschen in ihrer Freizeit mit Politik befassen. Ganz im Gegenteil, überall ist immer nur die Rede von Politikverdrossenheit und mangelndem Engagement von Jugendlichen. Daher freut es uns natürlich umso mehr, dass wir in letzter Zeit einen deutlichen Zuwachs an Mitgliedern und Interessierten hatten und durch den Wahlkampf noch mal viele junge Leute auf uns aufmerksam machen konnten.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die im Wahlkampf mitgeholfen haben und uns Jusos unterstützt haben. Wir danken natürlich auch unserer Mutterpartei für den Rückhalt und die viele Mithilfe. Unsere jungen KandidatenInnen wissen das sehr zu schätzen! Nicht zu vergessen vielen Dank an die WählerInnen für das Vertrauen!

Mit so guten Ergebnissen haben wir nun wirklich nicht gerechnet. All die harte Arbeit hat sich am Ende ausgezahlt und wir sind froh, dass nun so viele von uns die Ratsarbeit vor Ort aktiv mit gestalten können.

Gratulation an alle Jusos, die es in die kommunalen Räte geschafft haben!

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