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Smash Homophobia – everywhere!

Wednesday, 30.October 2013 von

News

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Vom 7. bis 23. Februar sollen in der russischen Stadt Sotschi die XXII. Olympischen Winterspiele stattfinden. Hierbei handelt es sich um eines der bedeutendsten sportlichen Großereignisse weltweit und Millionen von Menschen fiebern den Spielen bereits entgegen. Selbstverständlich freuen auch wir uns und erhoffen uns spannende, faire und friedliche olympische Wettkämpfe.

Doch die Vorfreude ist stark getrübt von den aktuellen Ereignissen in Russland. Ende Juni diesen Jahres unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz, welches die Verbreitung von „Homosexuellen-Propaganda“ unter Strafe stellt. Demnach ist es nun verboten, sich in der Anwesenheit von Minderjährigen oder im Internet positiv über homosexuelle Menschen zu äußern. Konkret bedeutet das die systematische Verfolgung von homosexuellen Menschen per Gesetz.

In unseren Augen ist dies einfach nur skandalös. Wenn Menschen ihre Liebe nicht frei ausleben dürfen, dann wird es Zeit zu handeln und das Schweigen zu brechen.

Zwar gab es bereits heftige Proteste gegen diese homophoben Gesetze, doch mittlerweile ist die Diskussion darüber wieder etwas eingeschlafen. Zu groß ist die Angst vor dem „mächtigen Global Player“ Putin und zu groß ist das Profitinteresse der Sponsoren, als dass sie hier klare Kante zeigen würden. Darum wollen wir die Debatte knapp 100 Tage vor Beginn der Spiele wieder anstoßen und senden mit unserer Regenbogen-Aktion solidarische Grüße an alle Homosexuellen in Russland und an die LGBT-Bewegung weltweit. Dazu haben wir eine legale Graffiti-Wand komplett in den Farben des Regenbogens, dem bekannten Symbol der Homosexuellenbewegung, angesprüht sowie die Parole „Smash Homophobia!“ mit Stencils aufgetragen. Täglich werden tausende PendlerInnen mit dem Zug an dieser Wand vorbeifahren, doch das reicht uns noch nicht: Verbreitet unser Regenbogen-Bild! Teilt es in sozialen Netzwerken und ermutigt auch andere dazu, denn so können wir gemeinsam ein Zeichen gegen Homophobie setzen!

Die Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland sind ein krasser Rückschritt in Richtung Mittelalter. Positive Äußerungen über Homosexualität sollten niemals unter Strafe stehen, im Gegenteil. Homosexuelle Liebe sollte endlich als gleichberechtigter Lebensentwurf angesehen werden, ohne Einschränkung, weltweit.

Denn nicht nur der russische Präsident hat ein Problem mit Menschen, deren Liebe nicht in sein rückständiges Weltbild passt. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel „tut sich schwer“ mit der Gleichstellung von Homosexuellen. Homophobie ist leider auch hierzulande immer noch fest in den Köpfen verankert und homosexuelle Menschen werden in zahlreichen Lebensbereichen diskriminiert, obwohl in „diesen Partnerschaften die gleichen Werte gelebt werden“, wie sogar unsere Kanzlerin weiß. Hinzu kommt, dass „schwul“ traurigerweise auch 2013 noch immer ein Schimpfwort ist und tagtäglich so homophobe Ressentiments im alltäglichen Sprachgebrauch verfestigt werden.

Mit all dem muss Schluß sein! Wir wollen ein Ende der Diskriminierung und die völlige Gleichstellung von Homosexuellen! Liebe kennt kein Geschlecht und lässt sich nicht durch Gesetze unterdrücken. Mit unserer Aktion wollen wir unsere Solidarität mit allen Betroffenen ausdrücken, egal ob in Russland, Deutschland oder sonst wo!

Eines Tages werden Hass und Intoleranz der Vergangenheit angehören und die Menschen werden ihre Gefühle endlich frei ausleben können. Für diesen Tag kämpfen wir schon heute.

ПРОТИВ ГОМОФОБИИ – Gegen Homophobie!

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